News

13.02.2012 17:48

Social Media

Pinterest – Der Hype um das neue Social Network

Seit längerem gibt es schon das Online-Netzwerk Pinterest, doch erst jetzt scheinen die Nutzer die neue Collagen-Community für sich entdeckt zu haben. Pinterest glänzt im Vergleich zu anderen Social Networks durch seine Einfachheit.

Zu Zeiten, in denen Social Networks wie Pilze aus dem Boden schießen, ist es schwierig, den Überblick zu behalten. Doch Pinterest ist besonders: extrem reduziert und aufgeräumt. Wie von anderen Netzwerken gewohnt, können die Nutzer hier Bilder teilen, kommentieren und ‚liken’. Zudem kann man anderen Mitgliedern folgen, deren Pinnwände einem besonders zusagen. Die Webseite besteht aus fünf Blöcken: das besondere hier ist die Dominanz von Bildern und dass der Nutzer selbst bestimmt, was auf seine Pinnwand kommt und in welcher Anordnung. Somit unterscheidet sich die Sortierung von Pinterest grundlegend von anderen Netzwerken wie facebook oder twitter, die chronologisch angelegt sind.

Pinterest, die Online-Pinnwand für Fotos, soll jeden auf der Welt durch die Dinge zu vernetzen, die sie interessant finden. Über Boards, also Alben, denen Fotos zugeordnet werden, sollen die Nutzer mit ähnlichen Interessen oder Hobbies verbunden werden. Diese Boards erweitern sich ununterbrochen, da jeder Nutzer neue Bilder oder Videos hinzufügen kann. Auch eigene Boards können angelegt werden, die privat oder öffentlich eingestellt werden können.

Obwohl die Funktionen nicht gänzlich neu sind, überzeugt Pinterest durch seine individuell gestaltbare Anordnungsweise auf der eigenen Pinnwand. Die Mitgliederzahl wächst nicht nur rasant, auch Webdesigner lassen sich beim Aufbau neuer Seiten vom Design der virtuellen Foto-Pinnwand inspirieren. Seit dem Start von Pinterest im März 2010 nutzen Webdesigner Elemente des Vorbilds und loben die Besonderheit, dass Pinterest die Informationshierarchie im Netz durch die Anbieter aufhebt und damit den Nutzern die Ausgestaltung ihrer eigenen Pinnwand überlässt. Das Netzwerk befindet sich allerdings noch in der Beta-Phase.

Trotz allen Lobes gibt es auch ein wenig Kritik an Pinterest. Die Firma finanziert sich durch das Fügen von E-Commerce-Seiten an den gepinnten Bildern, die mit eigenen Affiliate-Tracking-Links versehen werden. Durch diese Handhabung verändern sich die Links so, dass das Unternehmen Geld daran verdienen kann. Das Heikle daran: die Nutzer werden darüber nicht informiert. Des Weiteren wird von Pinterest kaum darauf hingewiesen, dass durch geteilte Inhalte möglicherweise auf das Urheberrecht verstoßen wird und die Nutzer dafür die Haftung tragen. Um Rechtsverletzungen zu vermeiden, sollte man also stets die Quelle der Inhalte angeben.

Wir haben uns bereits ein wenig auf Pinterest umgesehen und gestehen, dass wir von der Online-Pinnwand begeistert sind. Ob Pinterest bald als „The Next Best Thing“ einen Namen machen wird, wie die Macher es selbst sehen, wird sich zeigen.


Share


zurück

Hinterlasse eine Antwort

*