News

20.02.2012 14:57

Monitoring Social Media

OMA PR testet – Engagor

Engagor gehört zu den klassischen Monitoring Tools, das dem User ermöglicht, mit Hilfe von manuell oder automatisch eingestellten Keywordketten eine möglichst breite Masse an Social Media Plattformen zu monitoren. Dazu gehören neben facebook und twitter auch Google+, Blogs und Webseiten. Anders also als bei Montioring Tools wie Twazz Up oder der Blog Grader, die auf das Monitoring bestimmter Social Media Plattformen ausgerichtet sind, deckt Engagor eine Vielzahl von Plattformen ab.

Unserem Test lag die Basics Version von Engagor vor, für die wir einen 9-tägigen Test-Account einrichten konnten und mit der wir jeweils einen facebook und einen Twitter Account tracken konnten.

Anwendbarkeit/ Useability:
Das Dashboard von Engagor ist in englischer Sprache gehalten, was für die Einrichtung der Suchabfragen aber kein Hindernis darstellt, da diese quasi selbsterklärend ist. Um die einzelnen Social Media Plattformen zu tracken, wird nicht zwingend auch ein eigener Account bei der jeweiligen Plattform benötigt. Das Tool lässt sich über eine Applikation direkt mit Twitter oder facebook verbinden, ohne dass man sich auf der jeweiligen Seite einloggen muss. Definitiv ein Vorteil in Sachen Anmelde-Aufwand.

Technischer Ablauf:
Die Erstellung einer Suchabfrage bei Engagor ist relativ einfach, allerdings sollte man in Sachen Monitoring Tools nicht völlig unerfahren sein. Denn das Tool bietet zwei Möglichkeiten zur Einrichtung einer Suchabfrage. Einmal können Projekte bzw. Suchabfragen angelegt werden, bei denen die einzelnen Keywords durch Engagor selbst eingerichtet werden, um so möglichst optimale Suchergebnisse zu erlangen. Zum Anderen kann der User seine Keywords auch selbst einrichten, indem er mit Hilfe von boolschen Operatoren (AND, OR usw.) eine eigene Suchabfrage einrichtet. Praktisch dabei ist die grafische Darstellung der Suchabfrage und dass die einzelnen Abfragen auf Länder oder Sprachen eingegrenzt werden können.

(Manuelle Einrichtung einer Suchabfrage – Engagor)
(Manuelle Einrichtung einer Suchabfrage – Engagor)

An dieser Stelle wird aber auch deutlich, warum man in Sachen Monitoring Tools ein wenig Erfahrung mitbringen sollte. Denn für die manuelle Einrichtung benötigt man doch ein gewisses Know How in Bezug auf Suchabfragen und Keyword-Ketten.

Was allerdings definitiv positiv hervorzuheben ist, ist die strukturierte grafische Darstellung der Keyword-Kette.

Seine Stärke in Sachen Keywords und Trefferquote bewies das Tool in unserem Testfall „Christian Wulff“. Hier ließen sich beliebig viele Keywords sowohl einfügen als auch ausschließen. Die Suchergebnisse waren sehr aktuell und die Fehlerquote war, trotz der Vielzahl von Ergebnissen, nahezu fehlerfrei. In einer vergleichenden Google Suche wurde zudem sichtbar, dass die meisten der ausgespielten Ergebnisse mit denen von Google übereinstimmten. Leider funktionierte die Sentiment Analyse nicht, was wahrscheinlich auf die Ausrichtung des Tools auf die englische Sprache zurück zu führen ist.

Die Reports werden ebenfalls grafisch dargestellt und geben immer die Mentions der letzten 30 Tage wieder.

(Daily Report Diagramm-Engagor)
(Daily Report Diagramm-Engagor)

Das linke Säulendiagramm stellt dabei die durchschnittlichen Mentions pro Tag, unterteilt nach Quelle dar (blau steht z.B. für Twitter, grün für facebook). Jedes Keyword der Suchabfrage hat hier eine eigene Säule. Das rechte Liniendiagramm zeigt die exakten täglichen Mentions der letzten 30 Tage, wobei jede Linie ein Keyword darstellt.

Beim Anklicken der einzelnen Keywords bietet das Tool auch noch weitere Analysefunktionen (z.B. Einzelergebnisse zum jeweiligen Posting).

Unter „Trending Topics“ finden sich zudem noch die am häufigsten verwendeten Mentions des letzten Tages, der letzten Woche oder des letzten Monats als Wort-Wolke.

Unter dem Punkt „Demographics“ findet man zudem eine sehr interessante Funktion des Tools. Auf einer Google Maps-ähnlichen Weltkarte werden die Suchergebnisse nach ihrem Ursprungsort angezeigt.

Unter dem Reiter „Influencer“ lassen sich zudem auch ausschließlich Twitter Ergebnisse analysieren. In drei Schritten analysiert das Tool hier die Top Influencer. Als erstes werden die Ergebnisse nach der Anzahl der Retweets sortiert. Dann sortiert das Tool die Twitterati danach, wie oft sie in themenrelevanten Tweets von anderen erwähnt werden. Als letztes werden diese Twitterati nach der Anzahl ihrer Tweets zum Keyword analysiert.

Alle Ergebnisse der letzten 7 Tage werden zudem per Mail zugesandt bzw. können als Excel Datei ausgespielt werden.

Visuelle Darstellung:
Die visuelle Darstellung von Engagor ist definitiv gelungen und sehr übersichtlich. Das Dashboard wirkt sortiert und die grafische Ausspielung der Ergebnisse ist leicht verständlich.

Methodische Tiefe:
Engagor bietet eine Vielzahl an Analysefunktionen, um ein umfangreiches Monitoring im Bereich Social Media durchzuführen. Dabei sammelt und analysiert das Tool die Aktivitäten, unter Bezugnahme der eingerichteten Suchabfragen, die einzelnen Plattformen, fasst das Ganze in Form von Diagrammen zusammen und erstellt, basierend auf diesen Daten, zum Beispiel Analysen darüber, welche Keywords am häufigsten genannt wurden und in welchem Zusammenhang. Neben allgemeinen Analysemöglichkeiten bietet sich zudem noch die Möglichkeit, einzelne Post genauer zu analysieren.

Fazit:
Engagor ist mit seiner Vielfalt an Analysemöglichkeiten ein umfangreiches Social Media Monitoring Tool, das das Wesentliche hervorhebt, ohne den User mit Ergebnissen zu überfordern und den Monitoring-Vorgang definitiv erleichtert. Zudem ist es leicht zu bedienen und sehr anschaulich. Sollten Unklarheiten aufkommen, stehen dem User ein Benutzerhandbuch und eine Live-Hilfe zur Verfügung. Zwar fehlt dem Tool die Sentimentanalyse für den deutschsprachigen Raum, dafür ist es aber in der Lage, auch aus Webseiten mit .com oder.tv, .ly usw. suchrelevante Ergebnisse herauszufiltern.

Alles in allem definitiv ein Tool, das die Arbeit im Bereich Social Media Monitoring vereinfacht und bereichert.


Share


zurück

Hinterlasse eine Antwort

*