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10.02.2012 11:52

Kolumne Social Media

INSIDE OMA PR: Unser Leben im digitalen Fotoalbum

Daran erinnern wir uns doch alle noch, oder? Wie wir mit 10 oder 11 Jahren in den dicken, porösen Fotoalben unserer Eltern Hochzeitsfotos und Baby-Bilder bestaunt  haben. Alben, in denen noch jedes einzelne Foto sorgfältig mit Fotoecken eingeklebt und liebevoll beschriftet wurde. Und wie wir später, mit 14 oder 15 ständig unsere Kamera mitgeschleppt haben, um alles und jeden zu fotografieren, die Fotos entwickeln zu lassen (ja, so richtig mit Film und so) und ebenfalls in dicke Alben einzukleben.

In der Generation der Digi-Cams sind diese Zeiten zwar eigentlich vorbei, aber ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, meine liebsten digitalen Fotos, die in den hintersten Ecken meiner Festplatte verstauben, alle zu ordnen, auszudrucken und einzusortieren. Bisher bin ich so weit gekommen, dass ein Schuhkarton voll mit Fotos der Jahre 2007-2011 unter meinem Bett steht. Wer hat denn auch die Zeit, sich hinzusetzen und stundenlang Bilder einzukleben? Wenn es doch auch so einfach gehen kann, indem man einfach zwei Mausklicke tätigt und schon sind die Galerien bei facebook online!

Quelle: http://www.lenauschule.net/assets/images/photoalbum.gif

Diese virtuelle Bequemlichkeit ist zwar angenehm, es gibt aber, wie bei jedem Online Phänomen, immer die Menschen, die es übertreiben müssen. Jeder Urlaub, jede, aber auch wirklich jede Party, Krimskrams und Selbstaufnahmen – alles wird hochgeladen. Meine persönlichen Favoriten sind die Alben meiner facebook Bekanntschaften mit schönen Namen wie „Me, Myself and I“ oder noch besser, weil so puristisch: „Ich.“. Hier finden sich in der Regel diverse Bikinifotos oder wahlweise iPhone Selbstportraits vor dem Spiegel. Stimmt, das sind die Dinge, die wir später mal unseren Enkelkindern zeigen möchten: „Hier bin ich auf Mallorca, hier bin ich in Italien…“

Dann doch lieber „Hier haben dein Großvater und ich geheiratet, aber das Foto ist schon so ausgeblichen“ :) Ein klassischer Fall von „Back to the Roots“, oder?


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